grurnaxdrun Pfälzerwald · Sandstein & Wege

Siedlungen

Orte am Rand des Waldes

Die Dörfer des Wasgaus sind schmale Bewohnbarkeiten im Tal. Sandsteinmauern, kleine Gärten, eine Bäckerei, und nach wenigen Minuten wieder Stamm und Nadel. Architektur bleibt der Rand, nicht das Motiv.

Stille Gasse mit Sandsteinmauer, dahinter beginnt sofort der Wald

Sieben Ränder, sieben Gelände

Dahn

Landschaft
Wieslauter-Tal, dichteste Türme direkt über den Dächern
Reisezeit
Mai bis Oktober, Abendlicht im Oktober
Dauer
Basis für zwei Tage im Felsenland
Anreise
Bus aus Hinterweidenthal, an Betriebstagen Wieslauterbahn
Charakter
Der Ort fühlt sich an wie ein Hof zwischen Wänden. Der Wald ist keine Kulisse hinter der letzten Straße, er ist die nächste Straße.

Hinterweidenthal

Landschaft
Talknoten, Pilzfelsen vom Typ Teufelstisch, Waldkuppen
Reisezeit
Ganzjährig für kurze Morgenwege
Dauer
Halber Tag plus Bahnanschluss
Anreise
Biebermühlbahn, Knoten Richtung Pirmasens und Kaiserslautern
Charakter
Ein Verkehrsort, der trotzdem im Nebel des Tales liegt. Gut, um anzukommen, ohne schon auf einem Fels stehen zu müssen.

Hauenstein

Landschaft
Bewaldete Hänge, Sandstein in Mauern und im anstehenden Fels
Reisezeit
Juni und Oktober
Dauer
Ein Tag mit Abstecher in den Hochwald
Anreise
Bus und Regionalnetz aus dem Queich- und Lautertal
Charakter
Der Ort hat ein handwerkliches Gedächtnis, der Leitfaden bleibt bei den Hängen: Kiefer, kurze Felsrippen, früher Schatten in den Gassen.

Erfweiler

Landschaft
Ruhiges Seitental, Forstwege Richtung Grenze und Felsgruppen
Reisezeit
April bis Oktober, nach Regen besonders grün
Dauer
Vier Stunden Waldroute
Anreise
Bus von Dahn, wenige Minuten aus dem Felsenland
Charakter
Leiser als Dahn. Der Bach und die Forststraße sind lauter als der Ort. Gut für den dritten Tag einer längeren Runde.

Busenberg

Landschaft: Sandsteingrat und der massige Drachenfels mit Hohlräumen im Stein. Reisezeit: trockene Monate, weil Stufen hier den Weg bestimmen. Dauer: zweieinhalb Stunden für den Sandsteinpfad. Anreise: Bus über Dahn. Charakter: ein Dorf, das sich an den Fels lehnt. Die Höhle ist eine Öffnung im Buntsandstein, kein zweites Programm.

Bundenthal

Landschaft: Talboden am Ende der Wieslauter-Linie, feuchter, waldiger, weniger Turm als Dahn. Reisezeit: Frühjahr für den Bach, Herbst für das Laub. Dauer: halber Tag oder Rückfahrtpunkt. Anreise: Wieslauterbahn an Betriebstagen, sonst Bus. Charakter: der Ort, an dem eine Linienfahrt im Wald endet und der Weg zu Fuß weitergeht.

Annweiler

Landschaft: Rand des Pfälzerwaldes zur Queich, längere Horizonte, dieselben roten Bänke. Reisezeit: klarer Oktobernachmittag. Dauer: ein voller Panoramatag oder eine einzelne Platte. Anreise: Queichtalbahn aus Landau. Charakter: etwas weiter, etwas städtischer, und doch beginnt hinter den letzten Gärten sofort wieder Hangwald. Die Burgen auf den Felsen bleiben eine historische Schicht über dem Stein, nicht der Grund der Reise. Der fünfte Tag der Route setzt hier an.

Keiner dieser Orte ist eine Bühne. Man kauft Brot, füllt die Flasche, legt den Rucksack ab und ist nach kurzer Zeit wieder zwischen Stämmen. Die Sandsteinmauern der Gärten sind oft dasselbe Gestein wie die Türme, nur gesägt und gefügt. Sie erinnern daran, dass der Stein hier Baumaterial war, lange bevor er Aussicht wurde. Wer einen Ort nur als Parkplatz behandelt, verpasst genau diese Nähe: Der Wald beginnt nicht hinter einem Schild, sondern hinter dem letzten Beet.

Kleine Folgen, keine Programmpunkte

Morgennebel im TalHinterweidenthal oder Erfweiler, bevor die erste Wand warm wird.

Pause am WaldbachEine Bank reicht. Der Bach bleibt unangetastet, die Flasche kommt aus dem Ort.

Picknick über den KronenNur dort, wo die Platte breit und der Abstieg noch hell ist.

Abendlicht auf SandsteinDahn, kurze Runde, dann die Gasse im Schatten.

Ein stiller Weg durch die KiefernBusenberg oder die Höhen über Erfweiler, wenig Stimmen, viel Nadel.

Regionalbahn durch den WaldDas Tal von der Schiene aus lesen, zu Fuß zurück in den Hang. Mehr in der Anreise.

Die Begriffe für Schichten und Wegformen, die in diesen Orten an den Tafeln auftauchen, erklärt das Glossar. Das Gelände hinter Dahn beschreibt das rote Herz.