Buntsandstein
Gestein der Trias, vor etwa 250 Millionen Jahren als Sand abgelagert. Im Pfälzerwald bildet er Wände, Türme und den sandigen Waldboden. Die rote Farbe kommt von Eisenoxiden und wechselt mit der Feuchte, wie im Kapitel Sandstein und Licht beschrieben.
Wasgau
Südlicher Pfälzerwald beiderseits der Grenze, auf deutscher Seite mit besonders vielen Felsentürmen. Dahn, Erfweiler, Busenberg, Hinterweidenthal und Bundenthal liegen in diesem Abschnitt. Das Lagebild steht in der Landschaft.
Dahner Felsenland
Die dichteste Gruppe von Sandsteintürmen um Dahn. Kein einzelner Berg, sondern ein Feld aus Wänden, Graten und kurzen Waldstücken. Der eigene Text ist das rote Herz.
Felsenturm
Freistehender oder fast freistehender Rest einer härteren Sandsteinbank. Senkrechte Klüfte haben die Nachbarschaft abgetragen. Türme sind oft nur 20 bis 50 Meter hoch und wirken trotzdem als Wände, weil der Wald direkt daneben steht.
Pilzfelsen
Eine Form, bei der eine härtere Deckbank auf einem schmaleren Stiel liegt. Der Teufelstisch bei Hinterweidenthal ist das bekannte Beispiel. Der Stiel verwittert schneller, die Platte schützt ihn teilweise vor direktem Regen.
Wabenverwitterung
Netz aus kleinen Höhlungen in der Wand. Feuchte, Salz und Unterschiede im Bindemittel lösen den Sand körnig. Die Waben sind ein Grund, die Oberfläche nicht zu bearbeiten und nicht als Tritt zu missbrauchen.
Trifels-Schichten
Eine Folge innerhalb des Buntsandsteins im Wasgau, oft grobkörniger und in den Felsburgen und Türmen gut sichtbar. Der Name stammt von der Burg Trifels bei Annweiler, das Gestein ist älter als die Mauer.
Höhenmeter
Summe der Anstiege, nicht die Höhe des höchsten Punktes. 280 Höhenmeter auf acht Kilometern im Felsenweg bei Dahn bedeuten mehrere kurze Stufen, keinen einzigen langen Grat. Die Werte der Wege stehen in der Routentabelle.
Markierung
Farbzeichen an Bäumen und Fels, mit denen die Wandervereine die Wege führen. Sie gelten vor jeder Beschreibung auf grurnaxdrun.cfd. Fehlt das Zeichen, ist die Spur keine Einladung, auch wenn sie ausgetreten wirkt.
Wieslauterbahn
Strecke im Tal der Wieslauter von Hinterweidenthal über Dahn nach Bundenthal-Rumbach. Personenverkehr an ausgewählten Betriebstagen, an Werktagen oft der Bus auf derselben Achse. Die Kette der Anreise beschreibt die Vorbereitung.
Talsohle
Der tiefste, meist feuchteste Streifen eines Tales. Nebel hält sich hier länger, Farne bleiben nass, der Sandstein dunkelt ab. Der Gegensatz zum Rücken ist das Thema der stillen Täler.
Biosphärenreservat
Grenzüberschreitendes Gebiet Pfälzerwald-Nordvogesen. Der deutsche Teil ist der Naturpark Pfälzerwald und damit von der Regierung anerkannt. Die Anerkennung ändert die Wege nicht, sie begründet, warum man auf ihnen bleibt.
Die Reihenfolge auf dieser Seite folgt dem Gelände, nicht dem Alphabet allein. Zuerst das Gestein, dann die Form, die es im Wasgau annimmt, dann die Wörter der Bewegung: Höhenmeter, Markierung, Bahn, Talsohle. Wer einen Begriff auf einer Tafel liest und ihn hier nicht findet, kann ihn meist auf eine dieser Gruppen zurückführen. Ein Eigenname eines Turmes ist eine Adresse. Eine Schicht, ein Wegzeichen oder eine Talform erklärt, was der Körper unter dieser Adresse ist.
Dieselben Wörter, andere Körper
| Begriff |
Form |
Unter den Füßen |
Typischer Ort |
| Felsenturm | senkrecht, schmal | Stufen, Blockschutt | Dahn, Busenberg |
| Pilzfelsen | Platte auf Stiel | fester Fels, kurzer Anstieg | Hinterweidenthal |
| Kammweg | lang, wechselnd offen | Sand, Wurzeln, Platten | Panoramaroute |
| Talsohle | schmal, feucht | Sand, Bachkies, Steg | Wieslauter, Erfweiler |
| Forstweg | breit, gleichmäßig | verdichtete Erde | Verbindung nach Hauenstein |
Aussichtshöhen und Uhrzeiten, die zu diesen Formen passen, stehen bei den Felsenblicken. Welcher Ort zu welchem Talrand gehört, steht bei den Siedlungen.